Der "Soziale Trainingskurs" ist eine ambulante
Jugendhilfemaßnahme nach dem JGG § 10 und dem KJHG § 29.
Der pädagogische Schwerpunkt liegt in der sozialen Gruppenarbeit, die durch Einzelfallhilfe ergänzt wird.
Sozialer Trainingskurs - Flyer
Der Anlass (warum?)
- Eine Straftat wurde begangen und eine Anzeige liegt vor.
- Eine Gerichtsverhandlung steht bevor.
- Der Jugendrichter kann in seinem Urteil (Jugendarrest, Arbeitsauflagen u.a.) nicht nur bestrafen, sondern auch unterstützende Maßnahmen anordnen. (Weisungen: Sozialer Trainingskurs, Einzelbetreuung, Seminarteilnahme)
- Die Maßnahmen sollen dabei helfen, schwierige Lebenssituationen bewältigen zu können und Wege zu finden, auch problematische Situationen mit legalen Mitteln zu meistern.
- Eine Hilfestellung und Vermittlung in Schule, Ausbildung, Beruf kann erfolgen.
Der Inhalt (was?)
Jeder Kurs enthält Elemente aus folgenden Bereichen:
Auseinandersetzung mit
- sich und anderen
- interessanten Themen
- Problembereichen
- Zukunftsperspektive
Etwas Er-Schaffen
- mit Holz oder Metall in einer Werkstatt
- einen eigenen Film basteln
- einen Photo - Bildband erstellen
Gemeinsame Erlebnisse
- Felsklettern
- Kajaktouren
- Fahrradtouren
- Höhlentouren
Freizeitanregungen
- Schwimmen, Fußball, Basketball u.a.
- Besuch von Freizeiteinrichtungen
- Ausflüge
- ... was Euch interessieren würde
Der Verlauf (wie?)
- Kontaktaufnahme vor oder nach der Verhandlung durch das Jugendamt.
- Entscheidung über die Teilnahme am Sozialen Trainingskurs.
- mehrere Vortreffen mit einem ABGS-Mitarbeiter bis Kursbeginn.
- ab Kursbeginn finden für die Kursdauer (meistens drei Monate) wöchentlich ein bis zwei Gruppenabende statt.
- in Verlauf des Kurses werden zwei gemeinsame Gruppenwochenenden durchgeführt.
- Einzeltreffen nach Absprache
- die Teilnahme an den Kurstreffen ist verbindlich
Nach Kursende stehen wir bei Bedarf weiterhin mit Rat und Tat zur Seite.
Das erwarten wir:
- Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit.
- Einverständnis mit den Kursregeln.
- Bereitschaft zum Nachdenken über sich und andere.
Das bieten wir:
- ein offenes Ohr für Probleme.
- fachlichen Rat bei Schwierigkeiten.
- kritisches Hinterfragen der persönlichen Situation.
- Vertraulichkeit und Verschwiegenheit.
- Unterstützung bei Behördenangelegenheiten.
- Vermittlung zu berufsfördernden Einrichtungen und speziellen Beratungsstellen.
- Freizeitaktivitäten (Reisen, Sporttreffs).
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